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1

Mittwoch, 25. Dezember 2013, 14:44

Wasserseige

Hallo zusammen,

ich hab da mal ne Frage. Im Kretschmann Seite 172 steht u.A.:
"die Wasser-Seige: die Grundfläche des Stollens, auf der das Wasser abfließt"
Kann das möglich sein, dass bei einem solchen Stollen es sich durchaus um einen Abbaustollen handeln kann und die Aussage - Wasserseige sich auf die wasserführende Rinne bezieht?
Denn in Leimitz wurde mir gegenüber der gesamte bergwasserführende Stollen als Wasserseige dargestellt.

Liebe Grüße,

Rudolf

2

Mittwoch, 25. Dezember 2013, 14:53

Hallo Rudolf,

dass kann sehr gut sein. Der graue Wolf z.B. diente zum Entwässern als auch zum Abbau.

Liebe Grüße

Eva

3

Mittwoch, 25. Dezember 2013, 16:20

Hallo Eva,

Danke!
Und wieder lehrt uns die Sache, dass unser Bergamt sehr wertvoll ist! :thumbdown: Siehe Leimitz.
Denn, die haben in besagten Stollen Firste, Wände und Sohle mit Spritzbeton ausgegleidet. Jetzt kann jeder, der da mal reinkommt, den damaligen Abbau super nachvollziehen.
Meine zusätzliche Frage ist. Wie sieht es hinter dem Spritzbeton aus, ist das Berwasser jetzt deswegen verschwunden? War da nicht mal was mit Gesteinsauswaschung durch Bergwasser? Wie steht es auf Dauer mit den Häusern drüber? Des öfteren werden von Besitzern seltsame Risse in den Wänden gemeldet. Dann ist da noch der Plan vom Hauptstollen der örtlich anscheihnend nicht paßt. Na ja, die vom Bergamt werden das schon "stemmen". Nur gut, dass nur wir Fehler machen.

Liebe Grüße,

Rudolf

4

Mittwoch, 25. Dezember 2013, 21:54

Hallo Rudolf,

Bergwasser verschwindet nie. Auch wir mussten zur Sicherung des Verbruches Spritzbeton einsetzen. Nun ist es so, dass das Sickerwasser, welches durch den Berg kommt, erstmals hinter dem Beton vorbeifließt. Da Beton kein für die Ewigkeit gedachtes Sicherungsmaterial ist, kommt natürlich irgendwann das Wasser auch da durch. Man sieht es als erstes an Hand von Gipsaustritten, die in Form von Versinterungen auftreten. Dieses Phänomen dauert so ca 20 Jahre! (Sorgt auch für Bildung kleiner Tropfsteine im Beton!)

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Liebe Grüße

Eva

5

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 08:53

Hallo Eva,

das war mir schon klar, die ganze Sache war auch sarkastisch gemeint. Wieso schaft man in Solchen Stollen, Gängen .... nicht einfach an exponierten Stellen gewollte Öffnungen. Dann könnte doch das Wasser schneller abfließen und es könnten die 20 Jahre evtl. "gedehnt" werden?

Liebe Grüße,

Rudolf

6

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 18:50

Hallo Rudolf

die Gipsaustritte bezogen sich auf die 20 Jahre. Deswegen hält Decke schon noch ein paar Jahre. Ich geh mal von einer Hatbarkeit von 50 Jahren aus. Dann muss man halt wieder auspritzen.

Liebe Grüße

Eva

7

Freitag, 27. Dezember 2013, 08:31

Hallo Eva,

- und weil ja so ne Arbeit nichts kostet und kein Aufwand ist.

Liebe Grüße,

Rudolf

8

Freitag, 27. Dezember 2013, 12:08

Wasserseige - Tragewerk

Hallo,

zum Thema lohnt ein Blick in das 'Deutsche Bergwörterbuch", von Heinrich Veith, 1871 - Digitalisat in der Beständen der Bay. Staatsbibl. unter

http://reader.digitale-sammlungen.de/de/…1485_00528.html

Wasserseige -> S. 561

Tragewerk -> S. 498

Ein Wasserlösestolllen wird durch Einbau eines Tragewerkes zu einem Förder- oder Fahrstollen, ohne den Wasserabfluss zu beeinträchtigen.

Glückauf!

Montanus


p.s. Ein Link auf den VEITH ist immer vortelhaft!