Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden

1

Freitag, 31. Mai 2013, 10:00

Bierkrieg in Selbitz


Gestern habe ich einen schönen kleinen Bericht über einen historischen Bierkrieg gelesen.

Demnach wurde 1778 eine der beiden Selbitzer Brauereinen an due Nailaer bürgerliche Braugenossenschaft verkauft. Als im April 1778 die erste Bierlieferung aus Naila nach Selbitz unterwegs war, hat der Bürgermeister Heinrich Beyer, zusammen mit General von Reitzenstein (Besitzer der zweiten Brauerei in Selbitz) und dem Schöffen und Bäcker Christoph Dittmar diese Lieferung abgefangen, zwischengelagert und anschließend vernichtet!

Auch die nächste Lieferung, eine Woche später, wollten der Bürgermeister und sein Schöffe aufhalten. Doch dieses mal, war bereits die Polizei informiert, welche einschritt. Nur dank der Hilfe der Bürger von Selbitz gelang den beiden die Flucht.

Wenige Tage später wurden beide dann doch noch festgenommen, vor Gericht gestellt und zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt - wegen Beschädigung fremden Eigentums, Befehlsverweigerung und Vergeudung von Gerstensaft.

Eine schöne Geschichte, die zeigt, wenn es ums Bier geht, kennt der Franke keinen Spaß .

Ob sie allerdings auch historisch belegt ist?

Viele Grüße
Dieter


2

Montag, 3. Juni 2013, 15:37

Bierkrieg

Bis zur Gewerbefreiheit im 19. Jahrhundert herrschte der "Bierzwang". Brauen und Ausschenken waren Privilegien; umgekehrt hatte man das Bier zu trinken, das das entsprechende Privileg besaß. Egal, wie es schmeckte. Hier ging es also nicht um den heiligen Gerstensaft, sondern um den schnöden Mammon...